Archiv der Kategorie: kurioses

united states of america v. teddy bear paradise

teddy - anonymisiert

Wenn Eltern nach passenden Namen für ihren Nachwuchs suchen, sollten sie neben vielem Anderen darauf achten, dass der Name auch nach ein paar Jahren noch passend erscheint. Ein dreijähriger Sunny Sunshine ist natürlich niedlich und passt vielleicht besonders gut zum Geburtstag(s-wetter). Sunnys Kindergartenfreunde werden sich dann wahrscheinlich auch kaum an seinem Namen stören. Was aber, wenn Sunny später Pilot werden will. Oder Rechtsanwalt. Passt der Name auch noch, wenn der Sprössling später Medizin studiert oder in die Politik geht?

Eine amerikanische Frau scheint sich diese Fragen vor einigen Jahrzenten nicht gestellt zu haben. Oder sie hatte nicht bedacht, dass ihre Tochter einmal ihre Bewährungshelferin und andere so sehr bedrohen sollte, dass das FBI Anzeige gegen sie erstattet. Ansonsten hätte sie ihr  wohl nicht den schönen Namen Teddy Bear Paradise gegeben.

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via voornamelijk.

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belgien II: welcome, ridder, lancelot

Neben den Eltern, die sich für einen eher häufigen Namen entschieden, gab es auch 2007 in Belgien Kinder, die einen einzigartigen und/oder besonderen Namen bekommen haben.

Ein paar der wohl besondersten der besonderen Namen sind (hoffentlich) diese; LancelotAdonis, ExaucéMoon, Vangelis, Aristote, Aristoteles, Blij (Niederländisch für froh), Bonheur, C-jayDiesel, Doedoe, Jazz, KyussElegast, Euro, Goodwill, Ridder, Grimm, Jefken, JoyeuxMozes, Odd, Okay, Quossay, Serafin, Strong, SynphorienWens (Niederländisch für Wunsch), Dieumerci, Faithwins, Trésor, Welcome, Precieux und Prodige

Und für Mädchen: Lux, Zonne, Meadow, Pixie, Beste, Charisma, Sun, Sway, Allégresse, Babbe, Babel, Babsi, Believe, Bilitis, Blue, AlaskaEcho, Elf, Elie-Blue, Ella-Blue, Exaucée, Exocée, Fidelité, Glorieuse, Godwill, Magnificat, Creator, Hallelujah (die Auswahl fällt natürlich schwer, aber diese zwei gehören wohl zu meinen Favoriten), Honesty, Harmonie, Choupette, Joyful, Magnolia, Mammeloe, Marvelous, Diva, Muze, Netje, Santana, Victory und schließlich auch noch Hoi.

Die Eltern von Arafat, Kennedy und Condoleezza sind wohl politisch sehr, ähm…, interessiert, während Muhammed-Ali, Rooney und Ronaldo eher sportlich klingen.

Tierliebe ausdrücken sollen wohl die Namen von Wolf, Lion, Vos (Niederländisch für Fuchs), Stier und Vlinder (Schmetterling), Merel (Amsel), Beertje (Bärchen), Berin (Bärin), Bambi und Ezel(!).

Neben Tier- gab es natürlich auch Blumennamen. Allerdings nur für Mädchen. Roosje, Bloem,Violet, Bloeme, Anémone, Hyacint und Lelie.

Manche Eltern machten es sich auch einfach und nannten ihre Kinder schlicht Son, Boy oder Zus (Schwester). Man klingt zwar auch nicht sehr einfallsreich, bei einem Mädchen erwartet man diesen Namen aber sicherlich nicht.

Doppelnamen werden auch immer wieder gern genommen. Es gibt schließlich unendlich viele wunderschöne Namen, da kann sich manchmal gar nicht für nur einen entscheiden; Christ-Yehochua, Fox-Anthony, Harley-Davidson, Jean-Public, Mel-Gilbson, Spencer-Cash und Camus-Salomé, India-Summer, Indra-Maya, Ioànna-Pénélope, Jeanne-Blondine, Olympia-Sophia, Sherilyn-Morissette.

Keinen Doppelnamen tragen allerdings Elvis und Presley. Was ein bisschen schade ist.

In den Herkunftsländern ihrer Eltern sicherlich recht bekannt, für Belgien aber eher ungewöhnliche und lange Namen tragen Babaloluwa, Mouhamadousaikou, Aizeyosabor, Eyituoyo und Kadiatoudiallo.

Und dass man auch in nationalen Krisenzeiten patriotisch sein kann, beweisen schließlich die Eltern von Belgiana.

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sarah ist oma

tick, trick und track

Sarah Louise Heath Palin ist am 27.12.2008 Großmutter geworden. Ihre älteste Tochter Bristol und deren Verlobter Levi Johnston nannten ihren Sohn Tripp Easton Mitchell.

Frau Palin hat außer Bristol noch vier andere Kinder:

Track, Willow, Piper und Trig Paxson Van.

Der junge Großvater Todd Palin erklärte die ungewöhnliche Namenswahl in einem Interview mit People einmal so;

Sarah’s parents were coaches and the whole family was involved in track and I was an athlete in high school, so with our first-born, I was, like, ‚Track!‘ Bristol is named after Bristol Bay. That’s where I grew up, that’s where we commercial fish. Willow is a community there in Alaska. And then Piper, you know, there’s just not too many Pipers out there and it’s a cool name. And Trig is a Norse name for „strength.“

Es ist ja immer schön, wenn hinter einem Namen eine Geschichte steckt…  Über die (tatsächliche) Herkunft von Trig haben sich schon andere den Kopf zerbrochen. Ich finde jedenfalls auf die Schnelle auch nur den alten norwegischen Namen Trygg.

Und nun also Tripp. Man kann ja sagen was man will, aber unpassend ist der Name nicht. Männliche Mitglieder der Familie Palin bekommen nun mal einen einsilbigen, mit T beginnenden Erstnamen. Und Traditionen sollten gepflegt werden, auch wenn es schmerzt. Und immerhin steht den Palin-Jungs und ihrer Karriere als Comichelden jetzt nichts mehr im Wege.

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Schöne Blogeinträge zu Tripp und Co. gibt’s bei You Can’t Call it ‚It‘! und beim Baby Name Wizard. Und auch die Medien haben sich schon mit den Namen der Palins beschäftigt.

auch via beliebte-vornamen.de

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aufgefallen

  • Ein Blogeintrag von Andreas Renner (Sportkommentator bei Premiere) über die Schwierigkeiten, die (ausländische) Namen den Kommentatoren manchmal bereiten.
  • BBC über die walisische Familie Romaeo, deren Kinder ziemlich besondere Namen tragen; Romeo Casanova Valentino (12), Venus Valentine (11), Angel Aphrodite (10), Isis Ise (3) und Achilles Spartacus Mars (2). Das noch ungeborene sechste Kind wird Caesar Augustus Constantine heißen. Die Eltern Elaine und Tony wollten keine langweiligen normalen Namen wie Jack, Oliver oder Daniel vergeben und schafften sich deswegen Geschichtsbücher an, um nach „berühmten Namen“ für ihre Kinder zu suchen. (auch via voornamelijk)
  • Die Augsburger Allgemeine anlässlich des „Josefatages“ am 19. März über die nachlassende Popularität von Josef und Josefa.
  • Anlässlich der Veröffentlichung der Toplisten von 2007 durch die GfdS schreibt der Humanistische Pressedienst einen netten Überblick über die Namensvergabe in Deutschland.

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shooter manhattan

So wollen Nicole Rautenberger und Nikolaj Pohlschmidt ihren zwei Wochen alten Sohn nennen. Shooter, weil der Papa ein großer Country-Musik-Fan ist und er damit Shooter Jennings ehren will. (Blöd nur, dass der gute Mann eigentlich Waylon Albright heißt und nur Shooter genannt wird, weil er kurz nach der Geburt die Krankenschwester anpinkelte.) Und Manhattan natürlich, weil der kleine Mann eben dort gezeugt wurde. Die Beckhams setzen eben nicht nur Frisurentrends.

Die Eltern hatten also DEN Namen für ihr Kind gefunden, ließen die Geburtsanzeige drucken und erwarteten wohl keinerlei Probleme.

Doch das Standesamt Bochum hatte etwas gegen die Namenswahl der beiden. Und lehnte es nach einem Prüfverfahren ab, den Namen einzutragen. Denn zum einen lasse der Name das Geschlecht des Kindes nicht deutlich erkennen. Und vor allem halte man Shooter Manhattan für einen Namen, der „auf Dauer dem Kindeswohl nicht zuträglich ist“. Schließlich assoziiere man im deutschen Sprachraum mit „Shooter Manhattan“ einen Cocktail. Und die ständige Verbindung mit Alkohol sei eben nicht gerade positiv.

Die Eltern können diese Entscheidung nicht nachvollziehen und finden das Ganze ziemlich spießig. Das sagte Nicole Rautenberger dem ZDF.

Es ist halt so sehr spießig und so sehr unmodern. Wir leben im Jahr 2008, in Deutschland! Ein Land, das international nach vorne schauen will und das auch immer propagiert und so. Da denke ich mir – „hmm“. Wir schreiten eher zurück, wieder ins Mittelalter. Vielleicht sollten wir das Kind Siegfried nennen, oder Hagen. – Obwohl, Hagen wäre auch negativ, der hat den Siegfried ermordet. Würde auch nicht gehen.

Würden wir dem Kind den Namen „Arschloch“ geben wollen, dann könnte ich verstehen, dass da ein Amt sagt „ihr habt ’se nicht mehr alle“. Aber Shooter Manhattan ist einfach nicht so außergewöhnlich wie jetzt alle tun. Und da ist nichts negatives dran, wir machen das Kind nicht lächerlich und das Kind wird garantiert die nächsten 80 Jahre nicht leiden unter diesem Namen.

Ich habe da ja ein klein wenig meine Zweifel. Shooter Manhattan Pohlschmidt klingt tatsächlich etwas unschick. Und es gäbe ja eventuell auch andere Möglichkeiten, Country-Musik und Manhattan zu verewigen. Wie wäre es beispielsweise mit Peter und wenn’s denn sein muss auch noch Waylon dazu? Hört sich zwar zum urdeutschen Nachnamen etwas albern an, aber besser als Shooter ist es allemal. Und es hindert die Eltern ja auch niemand daran, ihrem Kind Spitznamen zu geben, soviel sie wollen. Hat Waylon Arnold Jennings schließlich auch schon gemacht.

Die Eltern überlegen jetzt, zu klagen. Mal schauen, was dabei herauskommt. Ich selber bin mir auch noch nicht richtig sicher, wie ich es finde, dass Eltern ihr Kind nicht nennen können, wie sie wollen. Auch wenn dann manchmal selten dämliche Namen zustande kommen.

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namenlos

In der Regel soll es hier eher um besondere, exotische, seltene, häufige, langweilige, schöne, auf jeden Fall aber wohl meistens bereits vergebene Namen geben.

Hier aber mal etwas über einen kleinen Mann, der gerade deswegen auffällt, weil er eben keinen solchen Namen hat. Zumindest noch nicht offiziell. Seine Eltern können sich in nämlich bis jetzt noch nicht einigen, wie genau er heißen soll. Dabei ist ihr Sohn jetzt schon stolze 14 Monate auf der Welt.

Zur Wahl als Rufname stehen anscheinend David (Favorit der Mutter) und Julian (vom Vater bevorzugt). Weitere Namen in der engeren Auswahl sind Laurin und Raphael (oder auch Rafael, die Zeitungen widersprechen sich da).  Auf jeden Fall sollen es am Ende vier Namen werden, das ist wohl schon klar. Die Mutter hätte es aber gerne noch biblischer, dem Vater sind die genannten Namen bereits biblisch genug. Außerdem sind sich die Eltern generell noch nicht sicher, welcher Rufname am besten zu ihrem Kind passt. „Die Kinder verändern so schnell ihren Gesichtsausdruck“, da wolle man lieber noch ein bisschen abwarten, sagt die Mutter laut bild.de.

Diese Idee fanden die Behörden aber nicht besonders gut. Denn anscheinend muss man den Vornamen eines Kindes in Deutschland innerhalb eines Monats nach der Geburt anzeigen. So genau nahm das die Stadt München dann gar nicht mal. Aber nachdem die Eltern nach einem Jahr und trotz mehrfacher Aufforderungen immer noch keinen Vornamen vorzuweisen hatten, verhängte das Amt ein Zwangsgeld von 50 Euro pro Monat.

Das wiederum fanden die Eltern (beide Juristen) ungerecht und zogen vor Gericht. Sie könnten schließlich keinen Namen anzeigen, für den sie sich noch gar nicht entschieden hätten. Und das Gericht hat ihnen jetzt Recht gegeben. So können sie noch länger überlegen, nach welchem Namen ihr Sohn aussieht.

Und spätestens wenn der Kleine in den Kindergarten kommt, wollen sie sich dann auch auf einen Namen festlegen. Ich bin ganz zuversichtlich, dass das auch wirklich klappt. Bei den beiden großen Schwestern haben sie es schließlich auch irgendwann geschafft; die neunjährige Tochter hört auf den nicht so kurzen Namen Charis Yasmin Naomi Celina. Und ihre fünfjährige Schwester heißt seit ihrem dritten Lebensjahr Lara Letizia Tifany Alisa. Wenn man böse wäre, würde man sagen, die Eltern hätten sich noch etwas mehr Zeit zum Suchen lassen sollen. Aber ich bin ja nicht böse.

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Die SZ zum Thema.
Und auf diesem Blog kann man nachlesen, dass man sich in Skandinavien ganz offiziell lange Zeit zur Namenssuche nehmen kann. In Dänemark ganze sechs Monate und in Schweden immerhin noch drei. Dass die Familien deswegen alle therapeutische Hilfe benötigen, wie es die Behörden den Eltern in diesem Fall laut Augsburger Allgemeinen nahelegen, wage ich zu bezweifeln.

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