Archiv der Kategorie: statistik

toplisten 2010 aus neuseeland

Neuseeland hat seine beliebtesten Namen des letzten Jahres veröffentlicht. Es hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht so unheimlich viel getan, insgesamt finde ich den Namensgeschmack der Neuseeländer aber lobenswert klassisch und zurückhaltend.

Von mir gibt’s die Top10 aus 2010, mit den Platzierungen von 2009 in Klammern. Alle 100 am  häufigsten vergebene Namen pro Geschlecht (für jedes Jahr seit 2004) gibt es für Interessierte auf den Seiten des neuseeländischen Innenministeriums.

  1. Liam (7)
  2. James (3)
  3. Oliver (2)
  4. Jack (1)
  5. William (5)
  6. Joshua (4)
  7. Benjamin (8)
  8. Jacob (15)
  9. Samuel (6)
  10. Lucas (11)

Aus den Top10  gefallen sind Thomas (2009 auf  Platz 10, jetzt auf 11) und Daniel (von 9 auf 16).

Bei den Mädchen ist nur Amelia von 10 auf 13 gerutscht;

  1. Sophie (1)
  2. Olivia (3)
  3. Ruby (2)
  4. Charlotte (7)
  5. Isabella (4)
  6. Lilly (8)
  7. Ella (5)
  8. Chloe (11)
  9. Emily (6)
  10. Emma (9)


via Nancy’s Baby Names

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top20 usa

USA

Die amerikanische Namensstatistik für 2008 ist endlich online.

Ich stelle hier mal die ersten 20 Namen dar, wer noch mehr wissen möchte, kann einfach auf den Link oben klicken.

  1. Jacob
  2. Michael
  3. Ethan
  4. Joshua
  5. Daniel
  6. Alexander
  7. Anthony
  8. William
  9. Christopher
  10. Matthew
  11. Jayden
  12. Andrew
  13. Joseph
  14. David
  15. Noah
  16. Aiden
  17. James
  18. Ryan
  19. Logan
  20. John
  1. Emma
  2. Isabella
  3. Emily
  4. Madison
  5. Ava
  6. Olivia
  7. Sophia
  8. Abigail
  9. Elizabeth
  10. Chloe
  11. Samantha
  12. Addison
  13. Natalie
  14. Mia
  15. Alexis
  16. Alyssa
  17. Hannah
  18. Ashley
  19. Ella
  20. Sarah

Etwas besonders interessantes ist, wie nicht anders zu erwarten war, nicht dabei.

Die Namen in den Top5 der Mädchen sind seit 2007 die selben geblieben. Allerdings haben Emma und Emily, sowie Ava und Madison die Plätze getauscht. Dasselbe gilt für Ella, (2007 auf 21) und Grace (damals noch auf 20).

Bei den Jungen hat sich unter den ersten fünf Namen nicht mal die Reihenfolge geändert. Neu ist ansonsten nur Aiden (von Platz  27 auf Platz 16). Nicholas (vorletztes Jahr noch auf Platz 20) muss sich jetzt mit dem 29. Rang begnügen.

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sonore maoams – namenstrends in deutschland

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet heute über Studien von Damaris Nübling, Professorin für Historische Sprachwissenschaft des Deutschen an der Universität Mainz. Die Studien erhärten Theorien, die besagen, dass Jungen- und Mädchennamen sich lautlich immer mehr angleichen – die Rufnamen also mit der Zeit androgyner werden.

Nübling untersuchte die häufigsten vergebenen Vornamen von 1945 bis 2008. Dabei hat sie verschiedene Trends feststellen können;

  • Der Anteil weicher Konsonanten (wie l, m, n und j) und Vokale stieg vor allem in den siebziger und neunziger Jahren stark an. (So klingt Tim (2008 in den Top10) weicher als Stefan (1975), und der wiederum weicher als Günther (1945). Außerdem stehen weiche Konsonanten nicht mehr so oft neben anderen Konsonanten (wie in Elke), sondern können auch zwischen (Julian) oder vor Vokalen (Leah) vorkommen und sich dadurch „lautlich freier entfalten“. Gleichzeitig werden die Namen kürzer und so „ballt sich maximale Sonorität auf einem minimalen Namenskörper„.
  • Auch Hiaten (zwei aufeinander folgende Vollvokale, die verschiedenen Silben angehören) werden bei beiden Geschlechtern immer häufiger. 1945 gab es nur zwei beliebte Vornamen mit Hiaten (Marion und Michael), in den Siebzigern nahm der Anteil schon stark zu (vor allem aufgrund der vielen Namen auf -ian (Christian, Florian, Maximilian). Heute sind zum Beispiel Noah, Elias, Lea(h) und Sophia zu nennen. Frau Nübling bezeichnet diesen Trend als Maoam-Effekt.
  • Außerdem nehmen Konsonantencluster (wie in Brigitte)  immer mehr ab. Heute findet man sie nur noch bei Charlotte und Niklas.

Diese „Theorie der feminisierten Jungennamen“ würde, so der Autor weiter, endlich erklären, warum die vergebenen Namen immer wohlklingender (euphonischer) werden.

Der Artikel sieht diese Trends in den Neuzugängen der aktuellen GfdS-Top10 bestätigt; Mia und Tim sind extrem kurz, haben helle Vokale, weiche Konsonanten und in Mia versteckt sich sogar ein Hiat.

Und so kann Damaris Nübling abschließend feststellen;

Noch nie seit 1945 waren sich die Rufnamen beider Geschlechter strukturell so ähnlich wie heute.

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Nachzulesen ist der gesamte Artikel hier.

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top10 2008 (der gfds)

flagge deutschland

Seit heute ist die von der Gesellschaft für deutsche Sprache ermittelte Top10 der beliebtesten Namen 2008 bekannt (in Klammern die Platzierungen des letzten Jahres);

  1. Maximilian (2)
  2. Alexander (3)
  3. Leon (1)
  4. Paul (4)
  5. Luca (5)
  6. Felix (7)
  7. Elias (8)
  8. Lukas/Lucas (6)
  9. David (9)
  10. Tim (12)
  1. Sophie/Sofie (2)
  2. Marie (1)
  3. Maria (3)
  4. Anna, Anne (4)
  5. Johanna (7)
  6. Leonie (5)
  7. Lena (6)
  8. Hannah/Hanna (9)
  9. Mia (12)
  10. Charlotte (8)

Der 12. Platz scheint ein guter zum Durchstarten zu sein. Sowohl Mia als auch Tim schafften es von hier aus unter die beliebtesten 10. Tim kennt sich da schon aus; von 1998 bis 2006 war er hier immer vertreten. Mia hingegen war 2006 noch auf Platz 19, klettert also immer höher. Aus den Top10 verschwunden sind Sophia bzw. Sofia und Jonas. Die lagen 2007 noch auf Platz 10.

Außerdem im Trend, aber noch nicht beliebt genug für die Top10, sind Lina, Lilly, Emilia, Anton, Ben, Luis/Louis und Noah.

Die Vielfalt der vergebenen Namen nimmt immer mehr zu; so kamen mehr als die Hälfte der von den Standesämtern gemeldeten Namen nur ein einziges mal vor. Auffällige Beispiele sind Adeyemi, Halenur, Heaven, Jamelia, Minerva, Nil, Rhea, Erijon, Gagik, Giacchino, Minas, Gertrude, Heidrun, Reinhild, Wilhelmine, Franziskus, Gottlieb, Lutz, Ottokar, Reimar und Ruprecht. Wilhelmine mag ich persönlich ja sehr gerne, aber vielleicht färben da die Niederlande zu viel ab.

Namensinteressierten dürften die mehr oder weniger großen Unterschiede zwischen dieser und der Liste von beliebte-vornamen.de auffallen. Die GfdS stützt ihre Auswertungen auf die Erhebungen von 170 deutschen Standesämtern. Und die meisten von denen unterscheiden nicht zwischen dem Erstnamen und den Zweit- oder Drittnamen (oder den dann noch folgenden Namen). Beliebte-vornamen.de erstellt die Listen vor allem anhand von Geburtsmeldungen deutscher Kliniken oder Geburtshäuser – und unterscheidet dabei zwischen Erst- und Zweitnamen (übrige Namen fließen in die Auswertung nicht mit ein).

In Deutschland kann jeder selbst wählen, welche(r) seiner Namen er als Rufnamen nutzen möchte. Statistiken über die tatsächlichen Rufnamen gibt es nicht. Es ist aber wahrscheinlich, dass in den allermeisten Fällen der Erstname als Rufname verwendet wird.

Namen wie Sophie, Marie, Maria, auch Maximilian und Alexander werden allerdings besonders häufig als Zweitname vergeben. Deshalb unterscheiden sich beide Toplisten so stark voneinander. Das schreibt auch die GfdS in ihrer Pressemitteilung:

Beide Vornamen [Marie und Sophie] sind vor allem als Zweit- und Drittname sehr beliebt, sodass ihr Spitzenplatz nicht auf den Rufnamen schließen lässt. (Nur einige wenige Standesämter machen Angaben, die den Unterschied zwischen dem Erstnamen, der in der Regel als Rufname verstanden wird, und den nachfolgenden Vornamen erkennen lassen.)

Außerdem fasst die GfdS recht großzügig verschiedene Schreibweisen eines Namens (Sophie und Sofie, Hannah und Hanna, Lucas und Lukas, Luis und Louis etc.) zusammen und zählt auch Varianten mit „nur geringfügige[n] Lautänderungen“ als ein Name, solange die Anzahl der Silben gleich ist (Anna und Anne, Theresa und Therese).

Zweitnamen werden aber natürlich genau wie Erstnamen von den Eltern bewusst ausgesucht; 2008 scheinen Sophie und Maximilian vielen Eltern so sehr gefallen zu haben, dass sie ihrem Kind diese Namen geben wollten; auch die Listen der GfdS spiegeln also den Geschmack und die Vorlieben der Deutschen wieder. Man muss sich nur bewusst sein, dass die Spitzenreiter der GfdS nicht zwangsläufig auch die beliebtesten Rufnamen sind.

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Die Top10 und die früherer Jahre gibt es hier. Wer gerne eine ausführlichere Liste haben möchte, kann diese (für eine Schutzgebühr von 6 Euro) ebenfalls unter diesem Link anfragen.
Die ausführliche Pressemitteilung der GfdS kann man sich hier durchlesen.

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top-spammer im januar

Im neuen Jahr scheinen die Spammer Alliterationen entdeckt zu haben. So durfte ich beispielsweise Post von folgenden Absendern bekommen:

  • Margurite Margaret
  • Tereasa Teodora
  • Dwana Dorothea
  • Jacquelynn Jeanelle
  • Adebowale Astley
  • Lucretia Lauran
  • Afia Ada

Ansonsten werden eher altmodische deutsche Mädchennamen in teilweise eher unbekannten Schreibweisen auch gerne mit eher englischen Zweitnamen aufgepeppt:

  • Hildegarde Grace
  • Henriette Sheree
  • Reginia Candyce

Und als Bonus gab es noch eine neue Schreibweise von Jacqueline:

  • Nan Jacquiline

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top30 aus münchen

Hier kann man sich die 30 beliebtesten Namen des Jahres 2008 (und auch ältere Toplisten) in München anschauen. Große Überraschungen gab es allerdings nicht; auch das Münchener Standesamt  scheint Erst- und Zweitnamen in einer Statistik zusammen zu fassen.

  1. Marie
  2. Sophie
  3. Maria
  4. Anna
  5. Sophia
  6. Katharina
  7. Johanna
  8. Julia
  9. Laura
  10. Lena
  11. Emilia
  12. Elisabeth
  13. Charlotte
  14. Franziska
  15. Sarah
  16. Magdalena
  17. Emma
  18. Antonia
  19. Lara
  20. Theresa
  21. Hannah
  22. Amelie
  23. Leonie
  24. Luisa
  25. Marlene
  26. Mia
  27. Helena
  28. Clara
  29. Lea
  30. Paula

Und wer seine Töchter Laura Sophie und Lena Marie nennt, dessen Söhne heißen konsequenter Weise Lukas Maximilian und Leon Alexander:

  1. Maximilian
  2. Alexander
  3. Paul
  4. Felix
  5. David
  6. Lukas
  7. Elias
  8. Valentin
  9. Jakob
  10. Sebastian
  11. Leon
  12. Moritz
  13. Simon
  14. Johannes
  15. Luis
  16. Julian
  17. Luca
  18. Jonas
  19. Philipp
  20. Anton
  21. Michael
  22. Noah
  23. Tim
  24. Daniel
  25. Benedikt
  26. Florian
  27. Julius
  28. Benjamin
  29. Leopold
  30. Tobias

Vielen Dank an Catrin für den Link!

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schweden 2008

flagge schweden

Auch Schwedens beliebteste Vornamen des letzten Jahres sind jetzt bekannt.

In Schweden haben Eltern allerdings drei Monate Zeit um einen Namen für ihr Kind auszusuchen. Die Topnamen aus 2008 sind also teilweise auch solche von Kindern, die bereits Ende 2007 geboren wurden. Und nicht alle 2008 geborenen Kinder konnten schon berücksichtigt werden.

Insgesamt haben 2008 52 104 Mädchen einen von 5 758 Namen bekommen. Die 55 670 Jungen mussten sich mit 5 196 unterschiedlichen Namen begnügen. Das bedeutet, dass die Namensvielfalt, verglichen mit 2007, sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen gewachsen ist.

Vorne löste Maja Wilma ab und William wurde von Lucas verdrängt. Maja wurde 850 und Lucas 1 090 mal vergeben. Das entspricht jeweils etwa 2 Prozent der Jungen und Mädchen. Insgesamt bekam einer von sechs Jungen und eines von sieben Mädchen einen Top10-Namen.

Neu unter den beliebtesten 100 Namen waren 2008 Jasmine, Iris, Hedda, Joline, Elise, Ellie, Majken, Vendela, Milo, SamHjalmar und Harry. An Beliebtheit verloren und deswegen ihren Platz in der Top100 verloren haben gleichzeitig Louise, Malva, My, Nicole, Sanna, Sigrid, Tova, Angelina, Dante, Alfons, Herman und Christian.

  1. Maja
  2. Emma
  3. Julia
  4. Ella
  5. Elsa
  6. Alice
  7. Alva
  8. Linnea
  9. Wilma
  10. Klara
  11. Nellie
  12. Ida
  13. Elin
  14. Ebba
  15. Amanda
  16. Isabelle
  17. Agnes
  18. Molly
  19. Hanna
  20. Emilia
  21. Moa
  22. Olivia
  23. Sara
  24. Ellen
  25. Nova
  26. Saga
  27. Felicia
  28. Matilda
  29. Alma
  30. Alicia

Die komplette Top100 gibt es hier.

  1. Lucas
  2. Oscar
  3. William
  4. Elias
  5. Hugo
  6. Alexander
  7. Erik
  8. Isak
  9. Filip
  10. Emil
  11. Viktor
  12. Oliver
  13. Liam
  14. Anton
  15. Axel
  16. Leo
  17. Gustav
  18. Albin
  19. Edvin
  20. Simon
  21. Noah
  22. Ludvig
  23. Melvin
  24. Theo
  25. Max
  26. Linus
  27. Arvid
  28. Viggo
  29. Vincent
  30. Jonathan

Die komplette Jungsliste kann man sich natürlich auch anschauen.

Für deutsche Ohren klingen die meisten der Namen ja größtenteils nicht zu ungewöhnlich. Wobei man Namen wie Axel, Hugo, Elsa und Agnes in Deutschland eher (noch?) nicht bei kleinen Kindern erwartet.  Albin, Viggo und Ebba würden hier wohl auch etwas mehr auffallen als in Schweden. Isak ist (auch in der Schreibweise) auch recht ungewöhnlich, und von einer deutschen Moa habe ich noch nie gehört.

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